2. November 2026 · 7 Minuten Lesezeit · Bera Yilmaz
Was kostet eine Website für Handwerker?
Die ehrliche Antwort lautet: zwischen fast nichts und weit über 10.000 Euro. Bei der Entscheidung hilft dir das wenig. Deshalb erkläre ich hier, wofür du bei einer Website eigentlich bezahlst, welche Preise für einen Handwerksbetrieb realistisch sind und welche Kosten nach dem Start jeden Monat dazukommen.
Die Zahlen sind typische Spannen, wie sie in Deutschland üblich sind. Was deine Seite am Ende kostet, hängt davon ab, was sie können muss.
Die drei Wege zur eigenen Website
Baukasten in Eigenregie: Anbieter wie Wix, Jimdo oder IONOS kosten meist 10 bis 40 Euro im Monat. Dafür machst du alles selbst, also Aufbau, Texte, Fotos und die Einstellungen für Google. Wer Zeit und Freude daran hat, kommt so günstig ins Netz. Viele Betriebe merken aber nach ein paar Wochen, dass die Seite halb fertig liegen bleibt, weil die Baustelle wichtiger ist.
Freelancer oder Webdesigner aus der Region: Für eine typische Handwerker-Website mit vier bis acht Unterseiten liegen die Preise meist zwischen 1.000 und 4.000 Euro einmalig. Du hast einen festen Ansprechpartner, der Texte, Technik und die Grundlagen für Google übernimmt.
Agentur: Hier geht es meist bei rund 4.000 Euro los. Mit Fotoshooting, Texter und Marketingkonzept sind schnell mehr als 10.000 Euro erreicht. Das lohnt sich eher für größere Betriebe mit mehreren Standorten oder eigenem Onlineshop.
Wofür du eigentlich bezahlst
Du zahlst nicht für die Anzahl der Seiten, sondern für die Arbeit dahinter: das Gespräch und die Planung, das Design, die Texte, das Aufbereiten der Fotos, die technische Umsetzung, die Grundlagen für Google, Impressum und Datenschutz und den Test auf Handy und Computer.
Der größte Posten sind oft die Texte. Wenn du deine Leistungen selbst beschreibst und Fotos von deinen Baustellen lieferst, sparst du Geld. Wenn alles für dich geschrieben wird, zahlst du mehr, bekommst dafür aber Texte, die auch bei Google gefunden werden.
Teurer wird es durch Extras wie eine Online-Terminbuchung, mehrere Sprachen, einen Onlineshop oder den Umzug einer alten Seite mit vielen Unterseiten.
Diese Kosten kommen jeden Monat dazu
Eine Website ist nach dem Start nicht kostenlos. Die Domain, also deine Adresse wie „malermeister-muster.de“, kostet meist ein bis zwei Euro im Monat. Für das Hosting, den Speicherplatz im Internet, zahlst du bei einer kleinen Seite zwischen null und 15 Euro im Monat.
Dazu kommt die Betreuung: Sicherheitsupdates, kleine Änderungen wie neue Öffnungszeiten oder Fotos und Hilfe, wenn etwas nicht funktioniert. Je nach Umfang liegt das zwischen 10 und 80 Euro im Monat. Besonders bei WordPress-Seiten ist das wichtig, weil sie regelmäßig Updates brauchen.
Rechne also neben dem einmaligen Preis mit etwa 150 bis 1.000 Euro im Jahr, je nachdem, wie viel du selbst machst.
Vorsicht bei Mietmodellen mit langer Laufzeit
Manche Anbieter werben mit „Website ohne Einrichtungskosten“ und verlangen dafür 50 bis 150 Euro im Monat, bei einer Laufzeit von zwei bis vier Jahren. Über die ganze Laufzeit zahlst du so schnell 3.000 bis 6.000 Euro, und am Ende gehört dir die Seite oft nicht.
Kündigst du, ist die Website weg. Manchmal läuft sogar die Domain auf den Anbieter, und du verlierst deine Adresse samt den Google-Platzierungen.
Frag deshalb vor jeder Unterschrift: Auf wen läuft die Domain? Bekomme ich die Seite und alle Zugänge, wenn ich wechsle? Wie lange ist die Laufzeit, und was kostet die Seite über die ganze Zeit?
Woran du ein faires Angebot erkennst
Ein gutes Angebot nennt einen festen Preis für das ganze Projekt, statt nach Stunden ohne Obergrenze abzurechnen. Es beschreibt klar, was enthalten ist: wie viele Seiten, wer die Texte schreibt, wie viele Änderungsrunden es gibt und ob Fotos bearbeitet werden.
Die laufenden Kosten stehen getrennt und nachvollziehbar daneben. Die Domain läuft auf deinen Namen oder wird dir übertragen, und du bekommst alle Zugänge.
Hol dir ruhig zwei oder drei Angebote und vergleiche nicht nur den Endpreis, sondern genau diese Punkte.
Lohnt sich das für einen Handwerksbetrieb?
Eine einfache Rechnung: Bringt dir deine Website im Jahr zwei oder drei zusätzliche Aufträge, hat sie sich bei den meisten Gewerken schon bezahlt gemacht. Ein Badumbau, eine Dachsanierung oder ein Fassadenanstrich bringen schnell mehr ein, als die ganze Website gekostet hat.
Wichtiger als der Preis ist deshalb, ob die Seite Anfragen bringt. Dafür muss sie auf dem Handy schnell laden, die Telefonnummer muss anklickbar sein, und oben muss sofort klar sein, was du machst und wo.
Fazit
Für eine solide Website mit vier bis acht Seiten, die auf dem Handy funktioniert und bei Google gefunden wird, sind bei einem Webdesigner aus der Region 1.000 bis 4.000 Euro einmalig realistisch, dazu ein paar Euro im Monat. Deutlich günstiger geht es nur mit viel eigener Arbeit, deutlich teurer wird es mit Agentur oder Mietvertrag.
Bei Zynotic bekommst du nach einem kostenlosen Gespräch einen festen Preis für das ganze Projekt, ohne Laufzeitvertrag, und die Seite gehört dir. Hast du schon eine Website, zeigt dir der kostenlose Website-Check, ob sich eine neue lohnt oder ein paar Änderungen reichen.
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