31. Oktober 2026 · 6 Minuten Lesezeit · Bera Yilmaz
Die 7 häufigsten Fehler auf Websites von Handwerksbetrieben
Mit unserem kostenlosen Website-Check prüfen wir Websites von Handwerksbetrieben, Dienstleistern und kleinen Firmen. Dabei tauchen immer wieder dieselben Fehler auf. Die meisten sind schnell behoben, kosten aber jeden Tag Anfragen, weil Kunden dich nicht finden oder nicht erreichen.
Hier sind die sieben häufigsten, jeweils mit einer Erklärung, warum sie dich Kunden kosten, und was du dagegen tun kannst.
1. Die Telefonnummer ist auf dem Handy nicht anklickbar
Die meisten Kunden suchen unterwegs nach einem Betrieb. Steht deine Nummer nur als Text auf der Seite, müssen sie sie abschreiben oder kopieren. Viele rufen dann lieber beim nächsten Betrieb in der Liste an.
So prüfst du es: Öffne deine Website auf dem Handy und tippe auf die Nummer. Öffnet sich nicht sofort die Anruf-Ansicht, fehlt der sogenannte Telefon-Link.
Die Lösung ist klein: Die Nummer wird als Link mit „tel:“ eingebunden, am besten oben auf der Seite und noch einmal im Kontaktbereich.
2. Es gibt keine klare Hauptüberschrift
Jede Seite braucht genau eine Hauptüberschrift (im Code „H1“ genannt), die sagt, was du anbietest und wo. Google nutzt sie, um zu verstehen, worum es auf der Seite geht. Besucher lesen sie als Erstes.
Viele Baukasten-Seiten haben gar keine H1, oder sie besteht nur aus „Willkommen“. Damit verschenkst du die wichtigste Stelle der ganzen Seite.
Besser ist ein klarer Satz wie „Malerbetrieb in Grevenbroich für Innen- und Fassadenarbeiten“. Das versteht dein Kunde, und Google versteht es auch.
3. Die Seite lädt auf dem Handy zu langsam
Braucht deine Startseite auf dem Handy mehr als drei Sekunden, bis etwas zu sehen ist, springen viele Besucher ab. Bei unseren Prüfungen sehen wir immer wieder Ladezeiten von sechs Sekunden und mehr.
Der häufigste Grund sind riesige Fotos, die direkt aus der Kamera hochgeladen wurden. Ein Bild mit vier oder fünf Megabyte lädt auf dem Handy ewig, obwohl es auf dem Bildschirm nur so groß wie eine Postkarte ist.
Die Lösung: Bilder vor dem Hochladen verkleinern und in einem modernen Format wie WebP speichern. Das spart oft den größten Teil der Dateigröße, ohne dass man einen Unterschied sieht.
4. Die Seite ist nicht verschlüsselt
Steht in der Adresszeile kein Schloss, sondern „Nicht sicher“, läuft deine Seite ohne HTTPS. Viele Browser zeigen dann eine Warnung, und bei einem Kontaktformular schreckt das Kunden ab.
Ein Sicherheitszertifikat ist heute bei fast jedem Anbieter kostenlos. Wichtig ist, dass danach auch alle alten Adressen mit „http“ automatisch auf die sichere Version weitergeleitet werden.
5. Bilder haben keine Beschreibung
Jedes Bild kann eine kurze Beschreibung bekommen, den sogenannten Alternativtext. Er hilft Menschen, die sich Seiten vorlesen lassen, und er sagt Google, was auf dem Bild zu sehen ist, zum Beispiel „Neu verlegtes Parkett im Wohnzimmer“.
Bei vielen Seiten ist dieses Feld leer, gerade bei Logo und Referenzfotos. Das ist kein großer Fehler, aber eine verschenkte Chance, mit deinen Arbeiten bei Google aufzutauchen.
6. Titel und Beschreibung für Google passen nicht
In den Suchergebnissen zeigt Google den Seitentitel und eine kurze Beschreibung. Fehlen sie, nimmt Google irgendeinen Text von der Seite. Oft steht dann nur „Startseite“ oder der Firmenname, aber nicht, was du machst und wo.
Ein guter Titel nennt Leistung und Ort, etwa „Dachdecker in Neuss | Firma Muster“. Die Beschreibung sagt in zwei Sätzen, warum man dich anrufen sollte.
7. Oben auf der Seite fehlt der nächste Schritt
Wer auf deiner Seite landet, will meist eins: wissen, ob du das Richtige anbietest, und dich dann erreichen. Steht oben nur ein großes Foto ohne Knopf, muss der Besucher suchen, wie er dich kontaktiert.
Besser ist ein gut sichtbarer Knopf direkt im ersten Bildschirm, zum Beispiel „Jetzt anrufen“ oder „Angebot anfragen“. Auf dem Handy am besten so, dass er beim Scrollen erreichbar bleibt.
Fazit
Keiner dieser Fehler braucht eine komplett neue Website. Meist reichen ein paar gezielte Änderungen, damit mehr Besucher anrufen oder eine Anfrage schicken.
Wenn du wissen willst, welche dieser Punkte deine Seite betreffen, mach den kostenlosen Website-Check. Du siehst die Werte nach etwa einer Minute und bekommst einen Bericht mit den wichtigsten Verbesserungen per Mail.
Wie steht deine Website da?
Der kostenlose Website-Check zeigt dir in einer Minute, was deine Seite gut macht und wo sie Anfragen verschenkt.