Zum Inhalt springen
Alle Artikel

2. November 2026 · 7 Minuten Lesezeit · Bera Yilmaz

Google-Unternehmensprofil richtig einrichten: Anleitung für Handwerker

Sucht jemand nach „Elektriker in der Nähe“ oder „Maler Grevenbroich“, zeigt Google ganz oben eine Karte mit drei Betrieben. Diese Einträge kommen aus dem Google-Unternehmensprofil, früher „Google My Business“ genannt. Für viele Handwerksbetriebe bringt dieser Eintrag mehr Anrufe als die eigene Website.

Das Profil ist kostenlos. Trotzdem sind viele nur halb ausgefüllt, haben die falsche Kategorie oder seit Jahren keine neuen Fotos. Hier erfährst du, wie du es richtig einrichtest, und was dir hilft, in der Karte weiter oben zu stehen.

1. Profil anlegen oder übernehmen

Geh auf business.google.com und melde dich mit einem Google-Konto an. Nimm am besten ein Konto, das zum Betrieb gehört, und nicht das private von einem Mitarbeiter. Sonst hast du ein Problem, wenn dieser Mitarbeiter geht.

Such dann nach deinem Firmennamen. Oft gibt es schon einen Eintrag, den Google selbst angelegt hat oder den ein Kunde vorgeschlagen hat. Diesen übernimmst du, statt einen zweiten anzulegen. Doppelte Einträge verwirren Kunden und Google.

2. Den Namen richtig eintragen

Trag deinen Betrieb genau so ein, wie er auch auf dem Schild, der Rechnung und im Impressum heißt. Die Versuchung ist groß, Suchwörter dazuzuschreiben, also etwa „Müller Malerbetrieb Grevenbroich günstig“. Das verstößt gegen die Richtlinien von Google. Im schlimmsten Fall wird der Eintrag gesperrt, und Konkurrenten können ihn melden.

3. Die richtige Kategorie wählen

Die Hauptkategorie ist eine der wichtigsten Einstellungen überhaupt. Sie entscheidet mit, bei welchen Suchen du auftauchst. Wähle die Kategorie, die deinen Betrieb am genauesten beschreibt, also eher „Elektroinstallateur“ als „Bauunternehmen“.

Dazu kannst du weitere Kategorien ergänzen, wenn du wirklich mehrere Dinge anbietest, zum Beispiel „Maler“ und „Bodenleger“. Wähle aber nur, was du tatsächlich machst.

4. Adresse oder Einzugsgebiet

Kommen Kunden zu dir, etwa in die Werkstatt oder ins Geschäft, trägst du deine Adresse ein. Fährst du zu den Kunden, wie die meisten Handwerker, kannst du die Adresse ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben, zum Beispiel Grevenbroich, Neuss und Jüchen.

Gerade wer von zu Hause aus arbeitet, sollte die Adresse ausblenden. Google verlangt das sogar, wenn dort kein Kundenverkehr stattfindet.

5. Bestätigen lassen

Bevor dein Profil vollständig sichtbar ist, will Google prüfen, dass es deinen Betrieb wirklich gibt. Je nach Fall geht das per Anruf oder SMS, per Mail, per Postkarte oder per kurzem Video, in dem du zum Beispiel Firmenfahrzeug, Werkzeug oder Werkstatt zeigst.

Welche Wege du angeboten bekommst, entscheidet Google. Plane etwas Zeit ein, die Prüfung kann ein paar Tage dauern.

6. Alles ausfüllen, was geht

Ein vollständiges Profil wirkt vertrauenswürdiger und wird von Google eher gezeigt. Wichtig sind vor allem: Telefonnummer, Website, Öffnungszeiten (auch an Feiertagen), eine kurze Beschreibung deines Betriebs und deine Leistungen.

Bei den Leistungen lohnt sich etwas Mühe. Statt nur „Malerarbeiten“ einzutragen, nenn die einzelnen Arbeiten wie Innenanstrich, Fassade, Tapezieren oder Lackieren von Türen. So passt dein Eintrag zu mehr Suchen.

7. Echte Fotos hochladen

Fotos sind das Erste, was Kunden ansehen. Lade dein Logo, ein Titelbild und vor allem Bilder von echten Arbeiten hoch: vorher und nachher, das Team, die Fahrzeuge. Stockfotos aus dem Internet erkennen Kunden sofort, und sie bringen nichts.

Ein paar neue Fotos alle paar Wochen zeigen außerdem, dass dein Betrieb aktiv ist.

8. Um Bewertungen bitten und antworten

Bewertungen entscheiden oft, wen ein Kunde anruft. Die meisten zufriedenen Kunden schreiben aber nur eine, wenn man sie darum bittet. Im Profil findest du einen Link, über den Kunden direkt bewerten können. Schick ihn nach einem gelungenen Auftrag per WhatsApp oder Mail.

Antworte auf jede Bewertung, auch auf die guten, mit einem kurzen Dank. Bei einer schlechten Bewertung: sachlich bleiben, nicht streiten und eine Lösung anbieten. Das lesen spätere Kunden mit.

Fazit

Ein gut gepflegtes Google-Unternehmensprofil kostet nichts außer etwas Zeit und bringt gerade lokalen Betrieben viele Anrufe. Die wichtigsten Punkte sind der richtige Name, die passende Kategorie, vollständige Angaben, echte Fotos und regelmäßige Bewertungen.

Am meisten bringt das Profil zusammen mit einer guten Website, denn viele Kunden klicken vom Eintrag aus weiter, bevor sie anrufen. Ob deine Seite dabei überzeugt, zeigt dir der kostenlose Website-Check.

Wie steht deine Website da?

Der kostenlose Website-Check zeigt dir in einer Minute, was deine Seite gut macht und wo sie Anfragen verschenkt.